Mit Termindruck und Stress besser umgehen

Wenn wir vergleichen, wie wir heute arbeiten und wie wir noch vor einem Jahrzehnt (oder sogar zwei Jahrzehnten) gearbeitet haben, ist eines klar: Abläufe in unserem Büroalltag sind schneller geworden, die Erwartungen unserer Kunden haben sich verändert. Auf E-Mails sollen wir heute innerhalb von 24 Stunden – besser noch sofort – antworten, im Kalender reiht sich ein Meeting an das nächste und auch nach Feierabend oder im Urlaub sind wir ständig erreichbar. Nicht selten kommt es uns so vor, als würde uns die Arbeit überrollen, als wären wir dem Stress nicht mehr gewachsen.

Um hier noch den Überblick zu behalten, solltet ihr euren Büroalltag klar strukturieren. Hierauf solltet ihr dabei achten:

1)  Ablenkungsfallen eliminieren: Schnell einen Plausch mit den Sitznachbarn halten; eben auf Facebook oder Instagram gucken, was es Neues gibt; wer hat bei What’s App geschrieben … Möglichkeiten zur Ablenkung gibt es im Büroalltag en masse. Setzt euch deshalb feste Zeiten, in denen ihr voll konzentriert arbeiten wollt. Bei einem aufgeräumten Schreibtisch fällt es uns leichter, uns zu konzentrieren. Manche Menschen können sich mit Kopfhörern am besten ausklinken. Vielleicht gibt es in eurem Büro ein Zimmer, in das ihr euch – sollte es zu laut sein – zurückziehen könnt?

2)  Deadlines setzen: Um fristgerecht zum Ziel zu kommen, zählt nicht nur die finale Deadline. Sich selbst Deadlines für Zwischenziele zu setzen, hilft dabei enorm, das „große Ziel“ fristgerecht zu erreichen. Ihr behaltet den Überblick und erkennt früh, wenn es irgendwo hakt.

3)  Priorisieren: Einige von uns reagieren auf jede Mail sofort. Kleinere Aufgaben werden schnell erledigt. Für Menschen, denen es leicht fällt, den Überblick zu behalten, kann das funktionieren. Viele von uns werden jedoch immer wieder aus ihrer Arbeit herausgerissen und fangen anschließend quasi von Neuem mit der Aufgabe an, die sie zuvor unterbrochen haben. Markiert wichtige Mails in eurem Postfach. Die sind zuerst dran, anschließend geht ihr noch einmal den Rest durch. Sorgt dafür, dass euer Postfach nicht überquillt. E-Mails, die erledigt sind, solltet ihr sofort in Unterordnern wegsortieren.

4)  Abschalten: Auch, wenn es uns manchmal so vorkommt, tatsächlich haben unsere Eltern und Großeltern nicht weniger gearbeitet als wir – ganz im Gegenteil! Sie hatten aber weniger „Freizeitstress“. Das Leben war früher strikt in Arbeit und Pause eingeteilt. Wenn Pause war, war Pause. Und was machen wir? Wir sind dank Smartphones trotzdem immer erreichbar. Selbst wenn wir Urlaub machen, entspannen wir nicht mehr, sondern „battlen“ uns mit den Kollegen, wer am meisten erlebt und die fernsten Ziele bereist hat. Nicht selten überträgt sich das auch auf den Nachwuchs. Kindern fällt es immer schwerer, sich selbst zu beschäftigen. Sie werden nachmittags von A nach B gekarrt. Reiten, schwimmen, Musikschule, Ballett: Jedes noch so kleine Interesse muss schließlich gefördert werden!

Es ist wahr: In unserem Alltag ist alles schneller geworden. Neue Technologien stellen neue Anforderungen an unsere Arbeitswelt. Eine wichtige Fähigkeit, die wir heute lernen müssen, ist damit umzugehen, Abläufe klarer zu strukturieren. Wir müssen lernen, besser zu priorisieren. Es ist wichtig, Zeiten einzuplanen, in denen wir wirklich entspannen und zu 100 Prozent abschalten. Nach dem Abenteuerurlaub in Australien helfen ein paar ruhige Tage im Anschluss dabei, runterzukommen … Nur wer sich schont, bleibt langfristig leistungsfähig!

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